Privat

.. Abzweig links 2- über Bodenwelle, Asphalt…

Citroen AX GTI Saison 2001 und 2002

Vor mehr als 20 Jahren haben mein Ex-Arbeitskollege und bester Freund und Fahrer beschlossen, uns ein Rallyeauto zu kaufen. Die Wahl fiel auf einen Citroen AX Gti „Multipoint Injection“ den wir aus dem Waldviertel holten.

40.000 Schilling hat er gekostet, rot war er und nach Aussagen des Vorbesitzers rennfertig aufgebaut. Dem war nicht so. Das merkten wir recht schnell als uns die neuen Bestimmungen der OSK reinflatterten. Die Scheiben mussten mit Splitterschutzfolie versehen werden, die Löschanlage mussten wir erneuern. Zusätzlich zu Helm, Rennanzug, Garage usw usf keine kleinen Beträge.

Testen waren wir auch. Hierzu haben wir uns am Rallyecross-Ring in Greinbach einen Samstag eingemietet, den Cit auf Herz und Nieren getestet – bis die Halbachse flöten ging.

Und genau vor 20 Jahren war es dann soweit. Wir packten unseren Citroen ein und machten uns mit dem Gespann auf nach Ostbayern. Genauer gesagt nach Hutthurm zum ersten Lauf der Rallye Challenge. Noch nie aktiv bei einer Rallye gewesen zu sein, war eine ziemliche herausforderung. Folkrad Payrich gab uns zwar am Vorabend zur Besichtigung noch einige Tips dennoch vertrödelten wir irgendwie die Zeit und mussten dann in Rekordzeit die Sonderprüfungen besichtigen. Dies führte zu der einen oder anderen knackigen Situation. Das erschrockene Gesicht der Frau die uns im alten Mercedes entgegenkam seh ich heut noch vor mir. Sie hat wohl nicht damit gerechnet, dass da vor ihren Augen ein „Stadtflitzer“ über die Kuppe springt. 😀

Nach getaner Arbeit liessen wir den Tag mit ein paar Rallyekollegen ausklingen. Alkoholfrei natürlich. 

Mazda 323 4×4 Turbo Saison 2003

Dass dies nicht jedermanns Vorsatz war, zeigte sich schon auf den ersten 100 Metern der ersten Sonderprüfung. Aus den Augenwinkeln heraus sah ich in diesen meinen ersten aktiven Rallyeminuten ganze 5 Autos neben der Strasse liegen und fragte mich, wo zur Hölle ich da reingeraten bin. Grundsätzlich verlieg der erste Turn aber gut. Die Zeiten waren hervorragend, wir kamen langsam in den Rhytmus und hatten zunehmends Spass an der Sache. Bis, ja bis…. zur 5. Sonderprüfung.

Wir waren schon in Vorfreude auf die 6. Sonderprüfung. Eine, mehr als 20 km lange, Asphaltprüfung mit richtig schnellen Passagen. Tjo, nur leider leider gabs auf der 5.  ein Waldstück. Kein langes, grad eine Verbindungspassage zwischen zwei Asphaltstücken. Es war also nicht nötig, andere Reifen als die Asphaltreifen aufzuziehen. Leider mündete die Gatschdreckpassage in ner 90 Grad Links Abzweigung und leider war der Dreck durch die Autos vor uns Schon bis in die Abzweigung reingetragen worden und so spürte ich, mit dem Kopf schon zwei Kurven weiter vorne, dass da nix mit Abzweigung war. Wir rutschten schräg in die Abzweigung rein, die Handbremse griff leider zu spät und wir rutschten über die Strasse drüber, was kein Problem gewesen wäre, wär da nicht der Strassengraben in dem wir seitlich reinrutschten, als die Reifen, leider zu spät wieder griffen. 

Ich konnte nicht raus da das Auto ja am Seitenspiegel lag und so musste uns der Traktor rauszerren der, emotionslos wie ein Traktor halt nun mal ist, am Abschlepphaken anriss dass wir das Gefühl hatten, wir verlieren da jetzt den Vorderbau.

In „Sonntagsfahrergeschwindigkeit“ beendeten wir die Sonderprüfung. In der Servicezone stellte sich dann heraus, dass die Lenkung einen Schlag bekommen hat und wir somit in der 5. Sonderprüfung vor dem Lokalmatador im Audi S3 liegend leider aufgeben mussten. War sein Glück, wir hätten den ziemlich „herbrennt“

20 Jahre ist das nun her und bildete den Startpunkt von 3 aktiven und vielen weiteren passiven Rallyejahren die mich quer durch Österreich, Tschechien und die Slowakei bis zu den WM-Läufen nach Deutschland und Finnland führten.

Vielleicht passts mal wieder und vielleicht setz ich mich mal wieder in den Beifahrersitz.

 

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