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Autogramm Volvo C40 Recharge Pure Electric

Story Highlights
  • Volvo baut üppige, schwere Autos – das ist im Elektrozeitalter nicht anders. Und auch beim C40 verbrämen die Schweden die Fettsucht geschickt. Der Wagen hat aber auch sein Gutes.

Der erste Eindruck: Noch ein Crossover-SUV, gähn. Zweiter Eindruck: Hammer. Also Thors Hammer, so heißen die Volvo-Frontleuchten, nach der Wunderwaffe der nordischen Gottheit. Beim C40 drängt sich die Assoziation aber auch beim Heck auf. Die wie bei allen SUV und Kombis der Skandinavier hochgezogenen Rückleuchten fallen entlang der Coupé-Linie noch mehr auf und gehen locker als glitzerndes Götterwerkzeug durch. Daran bleibt beim Zwischenstopp am Brüsseler Atomium denn auch der Blick der vorbeiflanierenden Touristen zuerst hängen.

Das sagt der Hersteller: Ein »neues Kapitel der Firmenhistorie« möchte Volvo aufschlagen. Früher als die Konkurrenten riefen die Skandinavier vor vier Jahren laut in die Welt, dass sie bis spätestens 2030 keine Verbrenner mehr verkaufen wollen. Die E-Revolution überließen sie dann aber erst mal der jungen Schwestermarke Polestar. Der angeberischen Ankündigungswelle folgte bislang nur ein vollelektrisches Modell, der XC40 Recharge. Der C40 ist nun das zweite. Dessen offizielle Bezeichnung ist so lang, dass fast jede Eigenschaft im Namen vorkommt: Volvo C40 Recharge Pure Electric.

In die Zukunft der gesamten Marke weisen auch das neue Design, neue Ökomaterialien und der neue Vertriebsweg, sagen die Volvo-Manager. Das Auto gibt es, wie zukünftig alle E-Modelle, nur online zu kaufen – für schnappatmige 62.000 Euro – oder im Abonnement ab 699 Euro pro Monat mit drei Monaten Kündigungsfrist. Die Autohäuser werden jetzt aber nicht gleich abgerissen, sie bieten Beratung und Probefahrten an.

Bei der Linienführung des 4,33 Meter langen und 1,58 Meter hohen Crossover-SUV orientierten sich die Designer an einer Ikone der Volvo-Geschichte: dem legendären Sportwagen P1800. Die »markante Schulterlinie mit dem charakteristischen Knick« des SUV erinnere genauso an das Sportcoupé wie die zum Heck hin abfallende Dachlinie. Echt jetzt? Würde Chefdesigner Robin Page, der früher für Bentley zeichnete, nicht extra darauf hinweisen, wäre diese historische Parallele glatt untergegangen. Für die Werbeabteilung ist es aber eine schöne Story.

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Source
Spiegel
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