Privat

Brautag: Spotted Pig

soda, heut ists soweit. die flaschen des winterbocks werden wohl an halloween geleert, zeit also, sich langsam um die neubefüllung zu kümmern. entschieden habe ich mich für nen klon des spotted cow der brauerei glarus aus wisconsin. wird das erste bier, welches ich in meiner neuen lieblingsmaschine, dem grainfather braue. dadurch solls einfacher aber vor allem weniger patzig werden. ich bin gespannt. die genauen zutaten und daten inkl. rezept des klons gibts dann hier.

starten wir mal mit der ersten challenge: malzmühle zusammenbauen.

soda, das malzmühle zusammenbauen war schon mal zeitaufwendiger als geplant. ich hoffe, ich hab die feinheit jetzt richtig eingestellt damit die stärke rauskocht aber der treber beim läutern nicht dicht wird. schaun wir mal. momentan heizt der grainfather das wasser auf und das funktioniert wirklich genial über die app via bluetooth.

gut, das aufheizen hat auch gut funktioniert. wir haben nun bei 60 grad eingemaischt und sind direkt hoch auf 68. die rast hat er automatisch geplant und auch den timer gestartet. jetzt hab ich mal die heizung auf 500 watt runtergedreht. mal sehen, ob er dennoch die temperatur hält. mittlerweile riechts auch schon schön malzig hier. der sud hat auch nach den ersten fünf minuten schon farbe angenommen, das könnt aber auch an den 500 g polenta liegen, mit denen ich die hälfte der cornflakes ersetzt hab. ungesalzene cornflakes hab ich ja nur noch 300 g bekommen aber laut brauforen tuts polenta in diesem fall auch. reinheitsgebot ist halt nicht ganz so meins aber sind wir uns ehrlich: who cares

soda, 15 minuten vor ende der kombirast erinnert mich ein alarm daran, läuterwasser anzuheizen. gesagt, getan. wie ich den extraktgehalt beim läutern messe, weiss ich auch nicht. vielleicht stell ich das malzrohr zum messen kurz in nen kübel, zieh den extrakt ab und schau, wie das mit dem refraktometer funktioniert. das sind dann gleich einige baustellen auf einem haufen. jetzt gehts dann aber erstmal an die jodprobe. grundsätzlich ist die gschichte ohne rühren aber schon sehr bequem und wie gesagt, dadurch, dass ich eigentlich nur einmal in den gärtopf umleere, spar ich mir ne menge rumpritschlerei. klarer win!

tadaaa, jodnormal. das ging ja fix. bier brauen ist ja einfach wie kaffee kochen

das läutern ging ja relativ schnell… fast zu schnell für meinen geschmack. das geniale ist ja, dass der grainfather am display mitzählt. ist mir oft genug passiert, dass ich nicht wusste, ob ich jetzt 10 oder 11 liter geläutert hab. ein problem weniger.

hab dann den treber einigermassen leerlaufen lassen und dann mal den extrakt vorm kochen gemessen, einfach, um mal den refraktometer auszutesten. macht sinn, das ding. die bierspindel werd ich wohl nur noch zu vergleichszwecken benötigen und jetzt bring ich mal die brühe zum kochen.

soda, mein spotted pig kocht nun. der schaum, welchen man im instruktionsvideo sieht, kommt wirklich. mir ist das ding kurz übergekocht. also doch ein klein bisschen putzen – hab ich aber selbst verschuldet. jetzt heissts 45 minuten warten bis zur ersten hopfengabe.

soda, erste hopfengabe erledigt. alles unkompliziert und dank der hopfenspinne hab ich auch weniger dreck zum rausfiltern. 2. hopfengabe ist nun auch durch. zusätzlich n löffel irisch moos. dann wird das bier klarer und vor allem für reinheitsgebotsfanatiker untrinkbar. jetzt warten wir noch 15 minuten und dann starten wir den whirlpool.

soda voila, und nun läufts auch schon durch die kühlspirale wobei ich, mangels wasseranschluss im wohnzimmer, auf die herkömmliche art und weise abkühle und das ganze einfach geschützt über nacht stehen lass.

sodale, dann wars das für heute. die würze schlummert nun im gärbottich dahin und freut sich auf die hefe morgen früh.

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