DefenderLand RoverPresseberichte

Den Charakter verteidigt

Nichts ist schwerer, als eine Ikone in die Moderne zu überführen. Land Rover schafft das mit dem Defender. Sollte es Diesel oder Benziner sein?

Der Land Rover Defender ist nach all den Jahrzehnten nahezu unveränderter Bauart natürlich nicht zu ersetzen. Dennoch musste es den Briten gelingen, ihre charakterstarke, aber technisch überalterte Ikone in eine neue Zeit zu retten. Es ging um Zwänge der Zulassung und auch um die Möglichkeit, neue Märkte zu erschließen, etwa den lukrativen nordamerikanischen. Das neue Modell kann die in der Wolle gefärbten Fans nicht enthusiasmieren, aber vielleicht doch berühren. Denn er ist ein richtig guter Geländewagen mit modernen Attributen geworden, so wie es auch Mercedes-Benz mit der legendären G-Klasse gelungen ist.

In solch ein tonnenschweres Auto, dessen Kerngebiet Sand und Schotter und Schnee sind, passt am besten ein Diesel. In unserem Großen Fahrbericht waren wir mit dem Selbstzünder mit 10,8 Litern unterwegs. Nun haben wir zum Vergleich den Benziner gewählt, den es in verschiedenen Ausbaustufen gibt. Der Testwagen P 400 AWD holt 400 PS aus seinem geschmeidig laufenden 3-Liter-Sechszylinder.

Damit beschleunigt er in 6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht 191 km/h. Das sind eher theoretische Werte, denn im Alltag fährt der Defender-Lenker entspannt und genießt die Souveränität des großen Wagens. Ein Sparwunder wird die Kombination freilich nicht, 12,9 Liter verbrauchten wir im Durchschnitt. Volltanken für 100 Euro muss man aushalten können.

 

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