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FAHRBERICHT: LAND ROVER DEFENDER 90 V8

Schluss mit ruppig

Land Rover gönnt dem neuen Defender nun auch einen V8-Motor. Der katpultiert den komfortablen Geländegänger bei Preis und Leistung in die OberklasseLand Rover gönnt dem neuen Defender nun auch einen V8-Motor. Der katpultiert den komfortablen Geländegänger bei Preis und Leistung in die Oberklasse.

Unter der Haube des Top-Defenders arbeitet der V8-Kompressorbenziner, der aus diversen Range Rover-Modellen bereits bekannt ist. Aus fünf Litern Hubraum zieht er eine Leistung von 525 PS / 386 kW und ein maximales Drehmoment von 625 Nm. Das reicht – je nach montiertem Radsatz – aut der Straße für eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h und bei dem immerhin auch noch 2,5 Tonnen schweren Dreitürer für einen Sprint von 0 auf 100 km/h in gerade mal 5,2 Sekunden (110: 5,4 Sekunden) – das ist Porsche Cayenne-Niveau. Und das sorgt auf der Straße für sorgenfreie Spurts auf Beschleunigungspuren und beim Überholen. Es steht praktisch immer genügend Reserve zur Verfügung. Und wer mehr als 123.700 Euro für einen Defender hinlegt, den dürfte auch der wenig sparsame NEFZ-Durchschnittsverbrauch von 12,8 Liter Super je 100 Kilometer oder der CO2-Ausstoß von 290 g/km nicht wirklich stören.

Früher war es mit dem klassischen Defender eher eine körperliche Tortur, außerhalb des Geländes auf „normalen“ Straßen unterwegs zu sein. Enges und unbequemes Gestühl, verquere Sitzpositionen, miserabler Geradeauslauf, unpräzise Lenkung, polternde, äh, „Federung“. Airbags? Was für Bags? Bremsweg? Vorhanden. Der Defender ist all die Produktionsjahrzehnte durch ein Kind der Nachkriegsjahre gewesen. Auch der letzte gebaute „Landy“ basierte weitgehend auf dem Ur-Land Rover von 1948. Mehr als zwei Drittel aller jemals produzierten Defender rollen noch über Straßen, Felder und durch Wüsten rund um den Globus – robust, aber ruppig.

Beim neuen Defender ist nun Schluss mit ruppig: Auf zivilen Straßen ist er zu einem komfortablen SUV geworden. Bequemer Einstieg, viel Platz rundum, komfortable Sitze – der Defender ist im hier und heute angekommen. Und er fährt sich auch so. Exakte Lenkung, soft und präzise schaltende 8-Stufen-Automatik – nix mehr mit Taktor. Massive Stablisatoren sorgen dafür, dass sich der Defender auch in schnellen Kurven kaum zur Seite neigt. Über ein elektronisch aktiviertes hinteres Sperrdifferential wird das Kurvenverhalten weiter verbessert. Exakte Gasannahme, bissige Bremsen, sanfte Federung, Luftfahrwerk, Assistenzsysteme, Konnektivität. Alles, was ein SUV der gehobenen Preisklasse so braucht.

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