Privat

fly me to the moon

irgendwie hängt mir der jetlag noch nach…. ich penn täglich um 7 ein und bin ab mitternacht hellwach. irgendwie sollt ich die zeit wohl nutzen, und mein reisetagebuch fertigstellen aber ich hab irgendwie noch nicht alles verdaut bzw noch nicht alles eingeordnet… wird wohl noch etwas dauern und so sitz ich mal wieder auf meinem fensterbrett im schlafzimmer..

mittlerweile fröstelt es leicht. wird meiner verkühlung, die ich aus der lufthansa mitgebracht hab, nicht wirklich helfen andererseits geniess ich dieses wetter… es ist so wisconsin, so zuhause…

herr hund freut sich vermutlich, dass wieder der alltag eingekehrt ist. leise grunzend liegt er auf seinen neuen polstern, die ich ihm vorm urlaub gekauft hab… wenn ich seinen namen ruf, wedelt er leicht im schlaf… montag ist mal wieder kontrolltermin bei frau doc. ich möcht abchecken lassen, wieviel vom augenlicht noch daist und dann möcht ich kontrollieren lassen, ob der mistkrebs schon gestreut hat. in letzter zeit ist er beim gassi gehen etwas…. hmm inkontinent…

der mond wandert langsam über meinen garten während ich mir noch eine zigarette gönn… ich mag den mond… in all der letzten zeit ist er mir ein guter freund geworden, der sich unablässig und regelmässig von mir anheulen lässt…

keine ahnung, warum ich in letzter zeit wieder so melancholisch bin und in erinnerungen schwelge, die ich eigentlich tief hinten im schrank der vergangenheit verstecken wollte. vermutlich ist es ein zusammenspiel aus dem urlaub, in welchem ich doppelt so grosse sehnsucht hab. verrückt… ich sitz in wien und verzehr mich nach den stunden im urlaub, weine bittere krokodilstränen beim gedanken daran, den sonnenaufgang am lake michigan zu sehen und wenn ich dann dort bin, sitz ich und denk nur an das eine… naja nur ist übertrieben…

kann natürlich auch damit zu tun haben, dass es nun bald zwei jahre her ist.. bzw zwei jahre vorbei ist. verrückt…

aber sehen wirs positiv… diese grundlose verrücktheit und diese komische besessenheit ist weg… ich bin nicht mehr der gefangene in diesem käfig. geblieben ist eine wunderbare erinnerung. zu kurz, um sie zu leben, zu lang um sie vergessen zu können…

lena tut mir gut… die beziehung zu ihr ist etwas besonderes…. so ganz ohne rumfummeln und nackt in der gegend rumeumeln gibt sie mir auf mentaler ebene, was ich brauche. ich lerne viel, geniesse die zeit, finde meinen hafen und meine ruhe…. ich kann mich fallen lassen und gleichzeitig sie auffangen… oft sitzen wir stundenlang da, rauchen, hören musik und keiner sagt ein wort… wir ertrinken in den augen des anderen und irgendwann schlafen wir aneinandergekuschelt ein.

ich finde langsam gefallen an diesem sapiosexuellen ding. es ist so viel mehr als rumvögeln. es ist verständnis, einfühlsamkeit… gemeinsamkeit ohne sich selbst aufzugeben… bis dato hat mich niemand so akzeptiert… wie ich bin, sich niemand die mühe gemacht, es zu verstehen… hinter die fassade zu blicken… von dings abgesehen halt, wobei, wer weiss… da ist vieles unklar, da gibts zuviele fragen…

einen noch….

der mond wandert durch das industriegebiet…. leuchtet mit den neonröhren bei der omv um die wette… der mond wird gewinnen, selbst wenn die omv in eine zuckerlfabrik umgewandelt sein wird, wird der mond seine kreise ziehen und über die neonröhren lachen…

da sind wir alle aber dann selbst schon staub, sind wir eine ahnung von dem, was wir waren… von dem, was wir zu sein gehofft haben….

ich werd nun in meine playlist eintauchen…. wegtauchen… in ihr absacken und fallen

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