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Jaguar F-Pace & XF: Großkatzenverjüngung

Intensive, gezielte Überarbeitung für F-Pace und XF: Der SUV kann es ab sofort auch teilelektrisch, für die Limousine und den Sportbrake gibt es Dieselstärkung.

Die Ankündigung, dass Jaguar eine vollelektrische Zukunft ansteuert, kommt nicht ganz aus heiterem Himmel. Eindrucksvoller Vorläufer ist der I-Pace, der nun schon durch sein drittes Jahr stromert. Auch in der Formel E fährt die englische Traditionsmarke keineswegs hinterher. Die Erfahrungen aus beidem kommen nicht nur der Katzenmarke zugute, ebenso dem Konzernpartner Land Rover.

Einen weiteren Elektrifizierungsschritt setzte Jaguar jetzt mit einer umfassenden und grundlegenden Verjüngungskur zweier Großkatzenmodelle: des F-Pace, 2016 gestarteter performanter SUV-Erstling, und des XF, Business-Limousine sowie -Kombi/Sportbrake in zweiter Generation (ab 2008 bzw. ab 2015). In beiden Modellen sind Ex- sowie Interieur überarbeitet, und das Motorenprogramm ist neu arrangiert.

„Der F-Pace P400e schafft rein elektrisch (= emissionsfrei) bis zu 53 Kilometer!“Dieter Platzer, Pressesprecher Jaguar/Land Rover Österreich

Im F-Pace kommt ein Plug-in-Hybrid hinzu. Es ist bereits von einigen Land-Rover-Modellen bekannt – es verknüpft die Antriebskräfte eines 300 PS starken 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziners mit den 143 PS eines Elektroaggregats. Das ergibt eine Systemleistung von 404 PS – gepaart mit 640 Newtonmetern Maximaldrehmoment. Strom wird gespeichert in einem 13,6-kWh-Akku, der ist im Unterboden des Hecks postiert. Damit sollen bis zu 53 Kilometer elektrische Reichweite möglich sein, und im Idealfall ein Mixverbrauch von 2,2 Litern pro 100 Kilometer.

Dem nachzugehen war beim ersten Rendezvous kein Thema. Dafür das Ausreizen der beeindruckenden Beschleunigung: 5,3 Sekunden für null auf 100 km/h, bei gut 2,2 Ton-nen Eigengewicht. Akustisch dringt davon so gut wie nichts in den Innenraum, dank aktiver Fahrgeräuschunterdrückung.

Die macht sich vor allem im Elektrofahrmodus bemerkbar. Gleichfalls die prompte Rekuperationsbereitschaft, wie sich auf einer schottrigen Durchquerung des Dunkelsteinerwalds gezeigt hat. Bei angemessen gemessener Fahrt kann man sich da schnell einmal 15 bis 20 E-Reichweitenkilometer zurückholen.

Und das mit nochmals erhöhtem Komfort! Das Interieur ist von Grund auf neu komponiert – das betrifft nicht allein das neu eingeführte Infotainment-System Pivi mit 11,4-Zoll-Touchscreen, das betrifft ebenso die hochwertigeren Materialien für Möbel und Tapezierung sowie die noch peniblere Verarbeitung. Leder ist für die Möbel nach wie vor zu haben, jedoch auch sozusagen vegane Stoffe aus Recyclaten.

Allradantrieb ist jetzt in allen Motorisierungsvarianten an Bord. Zum Plug-in-Hybrid kommen zwei mildhybridisierte Reihen-Sechszylinder mit 3,0 Litern Hubraum, der Benziner mit 400 PS und der Diesel mit 300 PS. Weitere Motoren sind ein 2,0-Liter-Benziner mit 250 PS (der einzige noch nicht elektrifizierte Antrieb im Programm) und ein 2,0-Liter-Diesel mit 48-Volt-Technik plus riemengetriebenem Startergenerator. Der hat 163 respektive 204 PS. Alle Antriebe sind mit einer achtstufigen Automatik zusammengespannt.

Detail am Rande: Der Top-F-Pace bleibt. Der SVR holt aus einem 5,0-Liter-V8-Benziner mit Kompressoraufladung 550 PS. Das Maximaldrehmoment wurde von 680 auf 700 Newtonmeter gepusht.

V8 und jenseits der 500 PS – das ist für den XF Vergangenheit. Das aktuelle Antriebs-portfolio: 2,0-Liter-Vierzylinder-Aggregate. Für die Dieselkonfiguration erfolgte jetzt eine erste Elektrifizierungsinitiative mittels Mildhybridisierung. Die neue Einstiegsleistungsstufe ist damit auf 204 (von bisher 180) PS gestärkt (Name: D 200).

Das Plus ist sportlich spürbar. Auch entwickelt der Antrieb echte großkatzenhafte Knurrigkeit. Nochmals verfeinert ist die Knackigkeit des Fahrwerks und der Lenkung. Spielwiese, um der Dynamik auf den Grund zu gehen, war die B216, zwischen Weitenegg und Pöggstall. Dass auch der Business-Jag – im konkreten Fall war es die Sport-brake-Variante – in den Genuss einer Interieur-Verfeinerung à la F-Pace gekommen ist, ist eine höchst komfortable Begleiterscheinung.

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