F-TypeJaguarPresseberichte

Jaguar F-Type R im Test

Vierzig Jahre nach dem Aus des legendären E-Type hat Jaguars Chefdesigner Ian Callum mit dem F-Type eines seiner Meisterstücke vorgelegt.

2014 kam der schnörkellos gezeichnete Zweisitzer als Roadster auf die Straßen, kurz darauf auch als geschlossene Version. Schon offen überaus torsionssteif, wurde der F-Type dank der zusätzlichen Versteifung als Coupé noch straffer. Im Antriebsstrang gab es damit reichlich Luft nach oben. Spitzenmodell ist der F-Type R mit Fünfliter-V8, Kompressoraufladung und 575 PS (432 kW). 125.650 Euro muss bezahlen, wer die Katze bändigen will, bekommt dafür aber einen permanenten Allradantrieb gleich dazu.

Der F-Type R ist mit wundervollem Strich gezeichnet. Sanft fließt die Linie der langen Motorhaube über die Frontscheibe ins Dach, solide stützen sich die hinteren Streben auf die wuchtigen Radhäuser, in denen 20-Zoll-Leichtmetallräder ein Zuhause finden. Hinten werden Gummi-Walzen im Format 305/30, vorne in der Größe 265/35 aufgezogen. Das Heck hat Ian schnörkellos und mit ergreifender Schlichtheit gestaltet, schmückender Zierrat ist nicht notwendig, die beiden Doppelendrohre der Auspuffanlage und der Diffusor sprechen eine unmissverständliche Sprache. Der Heckspoiler ist geschickt kaschiert und fällt nicht weiter auf, erst wenn Tempo 113 überschritten wird, fährt er automatisch aus und senkt den Luftwiderstandsbeiwert um 2,5, den Auftrieb durch den Fahrtwind um bis zu 15 Prozent.

Die Harmonie der Karosserieform rührt zu meditativer Betrachtung an. Gerne haben wir die Fahrt unterbrochen und die Linien des F-Type R von der Parkbank neben dem Abstellplatz des Jaguars auf uns wirken lassen. Aber ebenso gerne sind wir auf den elektrisch verstellbaren und mit feinem Leder bezogenen Sportsitz zurückgekehrt. Der Einstieg gelingt leicht. Zwar ist die britische Katze gerademal 1,31 Meter hoch, doch fädelt es sich relativ einfach in den schmalen Tunnel unterm Lenkrad ein. Vorausgesetzt, es gibt genügend Platz, um die Türen weit genug öffnen zu können. Parkhäuser älteren Baujahrs mit den damals üblichen schmalen Parknischen führen schnell zu eher entwürdigenden Gelenkigkeitsübungen.

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