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Kräftiger Crossover: der Volvo C40 Recharge im Test

Story Highlights
  • Seit dem 7. Oktober läuft er im belgischen Gent vom Band: der C40 Recharge von Volvo.
  • Er ist das erste Fahrzeug auf der neuen Plattform der Schweden, das nur mit elektrischem Antrieb angeboten wird.
  • Anlass genug, den neuen Crossover-Stromer einmal näher in Augenschein zu nehmen.

Das Volvo-Werk im belgischen Gent blickt auf eine große Vergangenheit zurück. Schon der legendäre Amazon wurde ab 1965 in Flandern montiert – heute setzt man in dem Werk ganz auf die Zukunft. Der erste Volvo, der einzig mit Elektroantrieb zu haben ist, läuft in Belgien vom Band.

Bei den traditionsbewussten Schweden ist man durchaus stolz darauf, an historischer Stelle Innovatives zu präsentieren. Trotzdem orientiert man sich auch beim jüngsten Zuwachs an alten Volvo-Traditionen: Mit dem alten Werbeslogan „Sicherheit aus Schwedenstahl“ eroberte Volvo einst die Märkte. Inzwischen verfolgt das Unternehmen den ehrgeizigen Plan, dass in wenigen Jahren kein Mensch mehr in einem oder durch einen Volvo sterben werde. Bei der trotz ihrer feinen Designlinien und leicht anmutenden Konturen – ein Highlight ist das durchbrochene Design der Heckleuchten – wuchtig wirkenden C40-Karosserie ist davon, wie bei Volvo üblich, jede Menge dieses Schwedenstahls und anderer Metalle in den unterschiedlichsten Härtegraden verbaut.

Ein Safe für die Batterien

Neu ist, dass auch der Fahrzeugboden, der den Batterien Raum bietet, aussieht wie ein Tresorraum der Bank of England. Fest umschlossen von einem stoß- und feuersicheren Metallkorpus sind die Lithium-Akkus beruhigend gut verpackt. Dass so auch bei einer recht kompakten Länge von 4,44 Metern ein Gewicht von 2,2 Tonnen zustande kommt, ist kein Wunder, tut aber, wie in den zwei Testtagen ausführlich ausprobiert, dank der kraftvollen 300 kW-(408 PS)-Wendigkeit dem Sparspaß keinen Abbruch.

Wer Volvos kennt, fühlt sich im C40 gleich zu Hause. Die Handhabung über den großen 9-Zoll-Touchscreen in der Mitte des Armaturenbretts folgt im Großen und Ganzen der bekannten Bedienlogik. Deutlich verbessert wurde die Anmutung des Displays hinter dem Lenkrad. Dort steht jetzt – ähnlich wie bei Mercedes – eine grafisch ansprechende Vollfläche statt der bisher dominierenden zwei elektronischen Rundinstrumente zur Verfügung.




Ein Auto mit Google-Betriebssystem

Neu ist auch, dass der C40 – und nach ihm sukzessive alle Volvo-Fahrzeuge – mit dem Google-Betriebssystem Android ausgestattet sind. Ab Werk und unabhängig von individuellen Mobilfunkverträgen ist der Wagen stets online. Updates und Extras kommen jetzt „OTA“ – „over the air“ – wie es im schönsten Abkürzungsenglisch heißt.

All das, was man Google schriftlich fragen kann, das weiß der Volvo jetzt auch. Eine freundliche Stimme kann so auf Aufforderung 60 Minuten lang am Stück den lieben Kleinen Kinderwitze erzählen, ohne sich zu wiederholen – oder dem gelangweilten Fahrer vormachen, wie ein Tyrannosaurus Rex klingt.

Wie praktisch auch für Apple-Nutzer und -Nutzerinnen so ein Betriebssystem mit angeschlossenem Fahrzeug ist, zeigt sich etwa bei der Echtzeitsuche nach Ladesäulen, die nach Performance, Entfernung, freien Kapazitäten und Typ zu filtern sind. Ein Feature, das, zumindest im dicht besiedelten Belgien, die größte Sorge der E-Mobilisten mindert – einfach liegen zu bleiben saft- und kraftlos.

Trotz der Volvo-weiten Abriegelung ihrer Fahrzeuge auf 180 km/h lässt sich der Ladezustand des C40 nämlich sehr zügig entsaften, wenn man mit den wirklich beeindruckenden 408 PS und der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,2 Sekunden entsprechend lustbetont umgeht. Dann sind die werksseitig 22,3 kW/h auf 100 Kilometer ebenso zügig ausgereizt. Es ist halt nach wie vor das elektrische Dilemma, einen Vortrieb wie ein Formel-1-Bolide und, bei sportlicher Fahrweise, eine Reichweite wie ein Bollerwagen zu haben.

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Source
rnd.de
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