Privat

Liebe und Hass,…

ja und nein, weiss und schwarz, links und rechts…

irgendwie erscheint die welt in ihrer dualität relativ logisch und einfach. ist es nicht a, dann ist es wohl b. dieses schubladendenken eignet man sich unbewusst an, bis, ja bis der kleine gratzi eine erfahrung macht, die ihm quasi den boden unter den füssen wegzieht.

begonnen hats ja ganz harmlos. nachdem ich „shameless“ ja mittlerweile auswendig kannte und mich bei „fuck u fiona“ köstlich amüsierte, wurde ich ja glücklicherweise durch die neue staffel „orange is the new black“ erfreut. pizza bestellt, bier gekühlt, couch in richtung leinwand gedreht und kuscheldecke geholt. kuschelhund wurde mit leckerlies ruhiggestellt und wir starteten den marathon.

zugegeben, irgendwie haben die heissen szenen nachgelassen. ich hab auch zwei, drei folgen gebraucht um wieder reinzukommen und irgendwie hab ich mich an „vause“ wohl schon sattgesehen bis, ja bis da jemand in meinen augapfel sprang. bis dato kaum bemerkt schummelte sich brandy epps in mein hirn und geht da auch nimmer wirklich raus. zuallererst dachte ich ja an ein „lookalike“ meiner ex. die art wie sie sich bewegte, wie sie sprach, das temperament usw. das war alles irgendwie ein deja vu. hab dann auch die gute (bis dahin wars ja für mich noch „die“) gegoogelt und bin auf einige grenzgeniale interviews und aussagen gestossen und siehe da, auf einmal war meine welt nicht nur schwarz oder weiss, ja oder nein, liebe oder hass. meine welt war variabel? flexibel? undefiniert? non binary….

kurze zeit lief ich sogar gefahr, mich hals über kopf in asia kate dillon zu verlieben. einzig und allein aufgrund der art und weise wie they denkt… die art und weise, gefühle zum ausdruck bringen zu können, gedanken in worte fassen zu können und dazu noch sowas von wunderschön auszusehen…

am liebsten hätt ich alles hingeschmissen und wär nach queens abgehauen.

mittlerweile ist die erste schwärmerei wieder vorüber. ich find asia nach wie vor zum anbeissen süss aber liebestechnisch bin ich kopfgefickt und herzzerrissen.

nichtsdestotrotz hab ich in diesen paar wochen viel gelernt. über mich, über andere, über alles. nein, ich bin jetzt nicht non-binary. über meine zugehörigkeit diesbezüglich bin ich mir bewusst wobei mir das thema bis dato eigentlich blunzn war weil eben mann ist mann und frau ist frau und dann gibts eben männer die gefühlsmässig frauen sind und umgekehrt. dachte ich zumindest. aber weder noch war neu. und man kann in dem sinne ja nicht sagen das zu „ja“ und „nein“ eine „vielleicht“-option dazukommt weil non-binary eben nicht „vielleicht“ ist sondern, keine ahnung, „unbedingt“

das beschreibts vermutlich am besten:

ich sass stundenlang im wald am see während mein hund sämtliche bäume vollgepisst hat, hab ich mich rebootet. dinge geordnet, zukunft geplant und pläne verworfen. im endeffekt kommt eh alles so wie s kommt und du kannst nicht vorhersehen, welcher mensch in dein leben stolpert und über wessen leben es dich hinhaut. (…und dennoch träumt man und hofft man und wünscht sich es so wie man es sich vorstellt. dennoch, gewissheit wird man nie erlangen. das leben ist das was passiert während man pläne macht oder sich rebootet ?…. by /cryingcat/ <3 <3)

grundsätzlich gibts einen wunschplan den ich mir mittelfristig erfüllen werde. so wies scheint, ist meine zeit hier in österreich abgelaufen. das schicksal winkt aus übersee und es passieren momentan zuviele dinge, die mir eine „flucht“ vor dem was mich hier „hält“ erleichtern bzw diese sogar begünstigen.

kurzfristig freu ich mich nach diesen paar tagen ohne virtuell auf den nächsten urlaub. in nichtmal drei monaten gehts ab nach atlanta und dann weiter nach chicago und wenn ich dann, eines morgens um 5 mit meinem kaffee am lake michigan sitz und den sonnenaufgang betrachte, weiss ich, wohin mein weg mich führt.

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