Elektro/HybridPolestar 2Presseberichte

Polestar 2: Ein neuer Stern, kein neues Universum

Story Highlights
  • Der jungen Marke Polestar eilt ein beachtlicher Ruf voraus. Wie viel davon kann das derzeit einzige Modell einlösen?

Volvo-Chef Håkan Samuelsson hat ein Händchen für das Marketing. Im Wettbewerb der Ankündigungen, sei es von Klimaneutralität oder Verbrenner-Ende, setzte er Volvo frühzeitig an die Spitze, obwohl man von derlei noch ein gutes Stückchen weiter entfernt ist als andere. Ein Viertel der Verkäufe (erstes Halbjahr 2021) sind in irgendeiner Form elektrifiziert, die Bestseller der Marke sind SUVs in drei Größen, und eine „Purpose built“-Plattform für reine Elektroautos, anders als bei Ford, Porsche/Audi, VW und natürlich Tesla, ist noch nicht im Einsatz.

Dafür wurde mit der Gründung von Polestar als neuer Marke ein kluger Schachzug geführt. Damit lassen sich frischer Wind und die Erwartung gänzlich neuer Zugänge zum Thema entfachen. Wie das bekanntlich Tesla ein Jahrzehnt zuvor gelungen ist. Nach jenem Vorbild soll nun ein ambitionierter Börsegang auch die Hoffnungen auf rasantes Wachstum bei Polestar kapitalisieren.

Online mit Pop-up-Store

Das erste (nicht limitierte) Serienmodell der jungen Marke wurde allerdings noch als Volvo konzipiert und im Nachhinein hauptsächlich stilistisch in den Polestar 2 verwandelt – auf einer Plattform, die man sich mit Modellen von Volvo und des chinesischen Mutterkonzerns Geely teilt, darunter einige mit Verbrennungsmotoren. Gebaut wird der Polestar 2 folgerichtig in China.

Das muss natürlich kein minderes Auto ergeben, allerdings ein doch recht konventionelles. Ein besonders günstiges Packaging mit womöglich verblüffend geräumigen Platzverhältnissen in der Folge kann die 4,6 Meter lange Fließhecklimousine nicht bieten. Muss die Ski-Klappe in der Rücksitzbank als Errungenschaft der Versatilität gefeiert werden? Eher nicht.

weiterlesen

Source
Die Presse
Show More

Leave a Reply

Back to top button