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Premium-SUV Discovery und XC90 aus zweiter Hand

Nutzwert und Komfort liegen bei Land Rover Discovery und Volvo XC90 nah beieinander. Für unter 30.000 Euro lassen sich beide als Gebrauchtwagen kaufen.

Der Land Rover Discovery und der Volvo XC90 haben auch als Gebrauchtwagen eine Menge Konkurrenz. Ausländische Autobauer haben es in der Premium-Oberklasse in Deutschland ohnehin nicht leicht. Lediglich Volvo, Jaguar und Range Rover sind mehr oder weniger erfolgreich unterwegs. Land Rover hatte wegen des Geländewagens Defender lange ein rustikales Image. Erst neuere SUV, die sich die Technik mit der Edel-Tochter Range Rover teilen, finden auch in der Prestige-orientierten Dienstwagenliga Zuspruch.

Mit einem Land Rover Discovery kann man auf Reiterhof oder Golfplatz vorfahren, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Das gilt besonders für die 2017 eingeführte fünfte Generation, bei der die Brit:innen auf den rustikalen Leiterrahmen verzichteten und zu einer selbsttragenden Karosserie wechselten. Das moderne SUV der Fünf-Meter-Klasse konkurriert aber nicht nur mit den Modellen von Audi, BMW und Mercedes, sondern auch mit dem Volvo XC90. Die Schwed:innen haben sich dank ihres famosen Öko- und Sicherheits-Images als Alternative zu deutschen Premiummarken etabliert. Das gilt auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt, wo die Auswahl größer ist als beim Discovery. Bei vier Jahre alten Modellen war die Elektrifizierung noch kein Thema. Deshalb sollte man sich nach Gebrauchtwagen mit effizienten Diesel-Motoren umschauen:

Einen Land Rover Discovery 2.0 Sd4 mit 240 PS starkem Vierzylinder-Turbo gibt es laut DAT-Liste in der Basisausstattung für 28.900 Euro, er hat dann eine durchschnittliche Laufleistung von 87.000 Kilometern (Stand: Oktober 2021). Der vergleichbare Volvo XC90 D5 AWD mit 235 PS kräftigem Biturbo-Vierzylinder kostet nur 50 Euro weniger, hat aber meist schon mehr als 100.000 Kilometer auf dem Tacho. Beide verfügen über Allradantrieb und eine Achtstufen-Automatik. Vorteil für den Land Rover: Er kann 3,5 Tonnen schwere Anhänger ziehen, beim Volvo sind es nur 2,7 Tonnen.

LAND ROVER DISCOVERY UND VOLVO XC90 ALS GEBRAUCHTWAGEN KAUFEN

Der Brite punktet zudem mit der besseren Geländegängigkeit – dank seiner Mittendifferenzialsperre und der elektronischen Fahrprogramme wühlt er sich fast überall durch. Der Volvo XC90 ist eher auf Asphalt zu Hause. Beide Gebrauchtwagen sind sehr geräumig, variabel und werden optional auch mit sieben Sitzen angeboten. Der Land Rover Discovery stellt den Volvo mit seinem maximalen Laderaum von 2500 Litern aber deutlich in den Schatten. Das gilt auch für die erlaubte Zuladung – im AUTOZEITUNG-Test waren es satte 320 Kilogramm mehr als beim Schweden.




 

Dafür überzeugte der Volvo XC90 D5 mit einem Testverbrauch von nur 8,1 Litern (Disco: 9,5 Liter) auf 100 Kilometern Eine weitere Stärke des Volvo ist sein Fahrkomfort. Die Luftfederung (Option) im Land Rover Discovery arbeitet dagegen auf Asphalt nicht so geschmeidig, steckt aber grobe Schläge umso besser weg. In puncto Ausstattung ist der Schwede im Vorteil: Das Multimedia-Equipment ist serienmäßig nahezu komplett, das gilt auch für die Sicherheitsassistenten.

Beim gebrauchten Briten sollte man sich die Zubehörliste genau ansehen, dann findet man z.B. Exemplare mit Anhängerassistenten – hilfreich beim Rangieren. Bei den Hauptuntersuchungen der GTÜ kann der Discovery nicht glänzen, denn oft haben Offroad-Touren ihre Spuren am Gebrauchtwagen hinterlassen. Der Volvo XC90 schneidet zwar besser ab, Bremsen und Abgasanlage sollte man aber auch hier checken.

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Source
autozeitung.de
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