Privat

Tag 1.

 

Ist nun vorbei. Guad is gaungan, nix is gschehn.

Ich bin froh, dass es wieder den Direktflug Chicago – Wien gibt. Beim Hinfliegen ists eher egal aber beim Heimgondeln ist das Umsteigen um 5 Uhr früh irgendwo in Europa ziemlich nervig. Der Flug selbst war recht angenehm. Mein Sitznachbar hat die ganze Zeit die Klappe gehalten was ich äusserst angenehm finde. Das Essen war ganz ok und die Filmauswahl war auch nicht so blöd.

Die Migration war heuer irgendwie neu. Da gibts Automaten, bei welchen man sich den Reisepass selbst scannen muss. Komisches Zeugs. War aber im Endeffekt auch eine kurzweilige Sache und so gings los zum Mietwagenschalter. Wie üblich. Sie wollen dir irgendwelchen Scheiss dazuverkaufen. Auto upgraden ging ja in dem Fall nicht, wennst schon den Lincoln hast. Also ab nach Michigan City….

Wie der geneigte Leser ja weiss, ist Michigan City traditionell der erste Stop auf jedem Road Trip. Es ist etwas ausserhalb von Chicago kurz nach Gary (dem Geburtsort von Michael Jackson).

Man hat dort im Grunde alles was man braucht. Einen Culvers für die nötige Butterburgerbestellung, Walmart, Kohls und Meijers um „shoppen“ zu können. Dunkin Donuts und Ihop fürs Frühstück und vor allem einen herrlichen Sandstrand am Lake Michigan.

Der Lake Michigan ist für mich der wundervollste See weil er im Grunde wie ein Meer rüberkommt. Aufgrund seiner Grösse sieht man das andere Ufer nicht. Vorteil zum Meer: Er schmeckt nicht grauslig salzig.

Gut also wir rein ins Auto und schnell weg damit wir nicht so gegen 16 Uhr im Chicago-Stossverkehr stehen, der kann nämlich nervig sein. In der Stadt drinnen löst man die Stosszeit relativ lässig indem man Traffic Manager an den Ampeln hinstellt die den Stossverkehr durchwinken. Ist also nicht so wie in Österreich, wo man sofort mit nem Stau rechnen muss sobald ein Polizist die Ampel regelt.

Aus der Stadt raus wirds dann schon schwieriger. DER Knotenpunkt ist das „Chicago Loop“ Da kommt alles zusammen. Aus der Stadt, in die Stadt und durch die Stadt…

Ich mag es, vom Flughafen Richtung Chicago zu fahren. Langsam taucht die Skyline am Horizont auf. Erst der Willis-Tower, dann die anderen Skyscraper. Dann fährst an der Innenstadt vorbei, siehst die alten Hochhäuser, die Brücken das ist alles so genial. Ich mag diese Stadt.

Dann rechts abbiegen Richtung Indiana. Für ein paar Sekunden den Blick kurz nach links. Rechts steht nämlich ein Baseball-Stadion. Leute erzählen sich, das es da angeblich einen zweiten Baseball-Club gibt. Ich hab da noch nie was davon gehört. In Chicago gibts nur die Cubs. Sonst nix.

Der erste Tollway, das erste Mal Maut bezahlen und ab nach Indiana. Am Horizont tauchen nun langsam die Schlote von Gary auf. Die Gegend wird zunehmend unharmonischer. Klassische Arbeitergegend.

Dann sind sie da. Die ersten vorboten. Culvers, Wendys, Taco Bells in 5 Meilen. Runter vom Tollway, rein ins Motel. Sachen ausgepackt und mein erster Weg führt mich zum Culvers. Da geht nix drüber. 2 Lagen fettes Rindfleisch, Wisconsin Cheese, krosser Bacon und sonst gibt man nix in den Burger. Ah ja doch, rote Zwiebel. Fürs Gewissen.

Dazu gibts ne anständige Portion Cheese Curds. (Das ist so ne Art Frischkäse aus der Cheddar Produktion den man – no na ned – frittiert). Ich bin zuhause.

Vollgestopft gehts dann erstmals zum Walmart. Bier, Soda, Beef Jerky und ab an den Strand.

Dort waren wir dann die nächsten paar Stunden, haben die Seele baumeln lassen, die Zeit und das Bier genossen und der Sonne beim untergehen zugesehen. Das Wasser war für Midwest-Verhältnisse noch angenehm „warm“… Langsam stellte sich die Müdigkeit ein, nach hause fahren ging aber noch nicht da sonst der Jetlag um 3 in der Früh reinknallt und das wär kontraproduktiv also nochmals die Stores abklappern und schon mal ein bissl Gwand einkaufen.

Zum Abschluss gabs dann noch ein bissl Monday night Football bevor wir besoffen ins Bett kippten

Das war der Blogentry von Montag, 8. September „live“ aus Michigan City, IN

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