Privat

Tag 5: Der „jo, jo“-Effekt….

wenn der geist willig, das fleisch jedoch schwach ist, kommt man durchaus das eine oder andere mal in prekäre situationen. kennt man ja. zieht sich wie ein roter faden durch meine geschichte.

begonnen hats eigentlich ganz harmlos bis irgendjemand die verhängnisvolle frage stellte: „ist heute wer beim wirtn?“

ich sah mich eigentlich schon in meiner stylisch geilen budwiser-schlafhose auf der couch rumlümmeln. in der einen hand herrn hund, in der anderen mein feines schokoshake welches den „freitags-maki-mann“ vermutlich früher oder später in den ruin treiben wird. netflix wird mir irgendeine romcom aus den frühen 50ern auf die iris projezieren und ich werd hemmungslos heulen und irgendwann auf allen vieren ins bett kriechen. das war der plan.

auf die wirtshausfrage hin entwickelte sich ein dialog, welcher nicht ignoriert werden konnte also: hund gelüftet, ab in die klamotten und rein ins auto. ein, zwei bier werden schon nicht schaden und ich bin ja eh verantwortungsvoll mit dem auto unterwegs also darf ich eh nicht mehr trinken und es geht ja eigentlich nur um die geselligkeit und den spass und nicht ums saufen!

nicht ums saufen! hahaaaaa

ein paar stunden später sass ich im taxi ab nach hause. das war das verantwortungsvollste am ganzen abend. der kurze moment als ich mich fragte: geh ich heim oder bleib ich hier. hierbleiben hätte mit „sperrstund machen“ geendet. somit war ich schon ein kleines bisschen stolz auf mich. wo der tag sowieso verschissen war. dieser stolz hielt aber nicht sehr lange an. kurz nachdem ich ins taxi gestiegen bin hörte ich mich „können wir beim maci vorbeifahren?“ sagen! nein! es war definitiv nicht ich, der das gesagt hat. mein gewissen wurde sehr erleichtert als der taxler meinte „sorry, liegt nicht auf der strecke“ und er blieb auch hart, als ich ihn anbot, ihn einzuladen. guter mann, dieser taxifahrer. hat ein weiteres stück selbstachtung gerettet bevor ich, wie ein adipöser elefant darauf rumgetorkelt bin…

zuhause keine weiteren spannenden vorkommnisse. keine sms, keine filmsessions. nur das bett und ich und „alexa, stell den Wecker auf 6.30 uhr“ mit der gewissheit, dass ich den abend vermutlich am fahrrad büssen werde. das gefrotzelte „meintest du 6.30 uhr morgens oder abends“ wollte ich ignorieren, ging aber nicht, ich wollte ja geweckt werden somit gabs ein genuscheltes „morgens du dämliche bitch“

ich war aber dann eh schon um 5.30 auf weil mein hund meinte „halo i bims 1 hund mit 1 vollen blase so von gassigehen her“. notiz an mich: boxershorts sind um diese jahreszeit saukalt und etwas zu… naja…

nochmal ins bett aber schlafen ging nimmer somit rauf auf die waage und gleich weiter aufs rad. ich habe gebüsst… jeden schluck und ich werde heute nochmals busse tun.

danach gabs ne entspannende dusche und eine auslaufrunde mit herrn hund der sich gleich wieder niederlegte während ich in die arbeit fuhr.. nein, fahren wollte. am parkplatz stellte ich nämlich fest, dass ich dummbeutel ja mein auto noch im ersten hab. jetzt wars stressig. uber bitte kommen, show me the way to the next whiskey bar… ab ins auto und schnell ins büro bevor die ersten kunden antraben. glücklicherweise ist heute eh nur bis 12 dienst. hahahaaa wäre, wenn nicht der neun uhr kunde um 11 angerufen hätte und gemeint hätte, er verspätet sich so um 20 minuten.

tja und jetzt sitz ich hier, kopf auf der tischplatte und versuch mich zum weiterleben zu motivieren während neben mir die topfengolatsche fürn kollegen so herrlich rüberduftet, dass sich mein magen zum ersten mal in dieser woche selbst verdaut.

sonst? tut sich nix. heut abend werd ich den kuschelabend von gestern nachholen und morgen ist am abend eh schon wieder football mit lieben und sonnenschein angesagt.

in diesem sinne wart ich, damit ich wieder heimfahren und weiterradeln kann

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