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Volvo feiert Produktionsjubiläen

Premium-Marke setzt Rekordwerte in immer kürzerer Folge

Es war ein Meilenstein, der in ganz Schweden gefeiert wurde: Am 24. Januar 1956, exakt um 7.52 Uhr und 12 Sekunden, verließ der 100.000ste Volvo PV444 „Buckel-Volvo“ das Fließband des Werkes Göteborg-Torslanda, wie ein eigens bestellter Notar bestätigte. Damit war Volvo endgültig in den Kreis der globalen Volumenhersteller aufgestiegen. Ein Erfolg, der durch den mit bahnbrechenden Sicherheitstechniken ausgestatteten Volvo PV444 nachhaltig beschleunigt wurde. Von nun an fielen die Volvo Produktionsrekorde in immer kürzeren Abständen. Am 3. Februar 1976 wurde ein Volvo 245 als dreimillionstes Fahrzeug seit dem Produktionsstart von Volvo im Jahr 1927 ausgeliefert, und 1996 konnte der schwedische Premiumhersteller mit einem Volvo 960 bereits sein zehnmillionstes Automobil feiern. Heute erreicht die Volvo Gesamtproduktionszahl schon über 20 Millionen Personenwagen.

Schon die Entwicklung des allerersten Fahrzeugs, des Volvo ÖV4 „Jakob“ von 1927, stellten die Gründer von Volvo, Assar Gabrielsson und Gustaf Larson, unter die Prämisse wegweisender Sicherheitstechnik. Weltweit bekannt wurde diese Vorreiterrolle des schwedischen Premiumherstellers durch den im Jahr 1944 vorgestellten Volvo PV444, der als erstes Serienfahrzeug über einen Sicherheitskäfig und eine Verbundglas-Frontscheibe verfügte. Sogar Zweipunkt-Sicherheitsgurte waren ab 1956 im global erfolgreichen, von deutschen Fans liebevoll „Buckel Volvo“ genannten Kultmodell verfügbar, das in jenem Jahr die Produktionsschallmauer von 100.000 Einheiten durchbrach. Ein Ereignis, das Volvo auf damals spektakuläre Weise feierte, denn bei einem Preisausschreiben sollten die Schweden den genauen Zeitpunkt erraten, zu dem das Jubiläumsfahrzeug die Produktionslinie verlässt. Hauptgewinn war dieser Volvo PV444, drei weitere Fahrzeuge wurden unter den Volvo Mitarbeitern verlost.

Innovative Sicherheitssysteme für erste globale Verkaufserfolge

Erreichten die ganz frühen Volvo Typen jeweils nur dreistellige Verkaufszahlen, begann mit dem legendär robusten und sicheren Volvo PV444 die Ära der Massenproduktion. Hinzu kam im Jahr 1956 der Volvo P120 Amazon, der zu den frühen Design-Ikonen der Schweden zählt und mit dem Volvo 1957 erstmals einen Jahresabsatz von 50.000 Einheiten erzielte. Zwei Jahre später wurden der Volvo P120 Amazon und der Volvo PV544 als erste Autos weltweit mit lebensrettenden Dreipunkt-Sicherheitsgurten ausgestattet und Volvo positionierte sich nun auf Platz eins der schwedischen Zulassungsstatistik.

Aber auch global ging es aufwärts: 1963 eröffnete Volvo als erster europäischer Hersteller eine Fertigungslinie in Dartmouth, Kanada und 1965 ging im belgischen Gent das erste Volvo Werk im gemeinsamen Markt der europäischen Union an den Start. Schon ein Jahr zuvor liefen die Bänder im neuen Werk Torslanda bei Göteborg an und das im Zweischichtbetrieb mit einer Kapazität von 200.000 Fahrzeugen jährlich. Gleichzeitig feierte das nun größte schwedische Industrieunternehmen einen Volvo P130 Amazon als einmillionstes Fahrzeug der Gesamtproduktion. Im Jahr 1966 ergänzte der richtungsweisende Volvo 144 das Programm: Limousinen und Kombis mit gänzlich unaufgeregten und klaren Linien sowie Sicherheitssystemen, die weltweit Standards setzten. So avancierte der Volvo 144 zum ersten schwedischen Fahrzeugmodell in Millionenauflage und auch die 1970 gefeierte Gesamtzahl von bis dahin insgesamt zwei Millionen produzierten Volvo wurde mit einem gelben Volvo 144 als Jubiläumsauto erreicht.

 

Produktionsrekorde in Serie mit preisgekrönt sicheren Premium-Automobilen

Die nächsten Meilensteine in der Volvo Produktionsstatistik fielen noch rascher, denn in den 1970er bis 1990er Jahren erweiterten einerseits die kompakten Mittelklasse-Modelle Volvo 340 und Volvo 440 das Produktportfolio, andererseits setzten die vielfach preisgekrönten Modellreihen Volvo 240, Volvo 740 und Volvo 850 mit revolutionären Innovationen der Sicherheitstechnik Zeichen. In der Oberklasse waren es dagegen die in skandinavischer Eleganz gezeichneten luxuriösen Volvo 760 und Volvo 960, die den Ruf von Volvo im globalen Premiumsegment stärkten.

So feierte Volvo im Jahr 1976 die Drei-Millionen-Gesamtmarke an ausgelieferten Fahrzeugen und dann fielen die nächsten Produktionsjubiläen bei Volvo so rasch, dass erst wieder das zehnmillionste Fahrzeug der Schweden für branchenweites Aufsehen sorgte. Vor genau 25 Jahren war es soweit: Ein grün glänzender Volvo 960 Royal, wie ihn auch die skandinavischen Königshäuser schätzten, mit einer konkurrenzlosen Komfort- und Sicherheitsausstattung inklusive neuem Seitenaufprallschutzsystems SIPS und mit innovativen Seitenairbags beschleunigte die Gesamtproduktion von Volvo in den achtstelligen Zahlenbereich.

Neue Visionen für noch größere Erfolge bringt für Volvo das 21. Jahrhundert. Zunächst waren es die beiden SUV Volvo XC90 und Volvo XC60, die sich zu globalen Megasellern entwickelten. Seit der 2010 erfolgten Übernahme durch die Zheijang Geely Holding positioniert sich Volvo als weltweit etablierter Premiumhersteller, der mit seinem Angebot nahezu alle bedeutenden Fahrzeugsegmente abdeckt und die Elektrifizierung seiner Modellpalette konsequent vorantreibt. Neben dem Stammwerk in Göteborg-Torslanda verfügt Volvo heute über Werke im belgischen Gent, in der Nähe von Charleston/USA sowie über drei globale Fertigungsstätten in China. Hinzu kommen Motorenwerke in Schweden und China sowie Montagewerke in Indien und Malaysia.

Nachdem Volvo in 2015 zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte in einem Jahr mehr als eine halbe Million Fahrzeuge verkaufte, folgten seitdem kontinuierlich neue jährliche Absatzrekorde. Im Jahr 2019 wurden erstmals über 700.000 Pkw verkauft und 2020 verzeichnete Volvo trotzt der weltweiten Corona-Pandemie das stärkste zweite Halbjahr der Unternehmensgeschichte sowie eine Jahresproduktion von 661.713 Einheiten. Die aktuelle Gesamtstückzahl von über 20 Millionen seit 1927 gebauten Volvo wird sich entsprechend schnell weiter nach oben verbessern.

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