Privat

von jahrestagen und krankenstand….

irgendwie hat es sich so ergeben, dass ich begonnen hab, den 8. 12. für mich zu feiern. in den letzten jahren schwang da noch ein stück hoffnung mit, einen augenblick zu erhaschen wenn ich mir im gedenkrestaurant ein gedenkfrühstück reinzieh um dann mittelmässig enttäuscht wieder heimzufahren. heuer war dies anders. ich glaub, ich bin in all den jahren das erste mal ohne gebrochenem herz in die gegend gefahren, hab ein fröhlich lied gesummt, mein frühstück genossen und dann noch eine runde gedreht. im anschluss hab ich mich dann noch mit andrea getroffen (die von der staatsanwaltschaft) hab mich köstlich mit ihr unterhalten und zuhause in wien retour den abend bei einer freundin ausklingen lassen.

so ändert sich halt alles. die zeit heilt alle wunden. mal früher, mal später…

als ich dann nach hause kam, erste hiobsbotschaft: hund hat die wohnung vollgekotzt. also wieder mal hund in die dusche verfrachtet und im anschluss eingewickelt ins bett gelegt. danach wohnung geputzt und kaputt ins bett gefallen. mein erster gedanke war, dass ich wohl nach dem gassigehen die pfoten nicht anständig abgewischt hab und er dieses verfickte hurenselendige dreckssalz von den pfoten abgeleckt hat.

am nächsten morgen dann business as usual. bin in der früh auf, hundgassi, hund gefüttert und hab dann die hundedecken eingepackt und bin in den waschsalon gefahren. als ich zurückkomm: wasserschüssel leer und wieder alles zugekotzt. die salzvariante kam mir mittlerweile etwas komisch vor. hab dann den tag damit verbracht, den hund nur mehr schluckweise wasser zu geben und langsam zu füttern. ist dann alles auch drinnengeblieben, im hund.

abends bin ich dann ausser haus, football schauen. als ich heimkam, alles in ordnung. hund lag seelenruhig im bett und hat geratzt. hab ihn dann nochmal zum pieseln in den garten gestellt und mich gefreut, das alles durchgestanden war…

montag in der früh hat er dann futter und wasser verweigert. somit gabs einen freifahrtschein zur tierärztin und einen relaxten tag stationär. am abend dann die hiobsbotschaft: hund ist „vergiftet“, nieren machen nicht, was sie sollen. irgendein wert ist erhöht und auch die harnsäure. kann also sein, dass er a: irgendein putzmittel oä gefressen oder getrunken hat und deshalb die niere beleidigt ist oder b) die niere altersbedingt einfach auslässt.

es gab ne feine infusion damit wasser in den clown reinkommt, dazu schmerzstillend und irgendwas gegen übelkeit. zuhause hat er dann normal gefressen und getrunken und ich war guter dinge. bis heute früh: wieder futter und wasser verweigert somit sitzt der kollege jetzt bei mir unterm tisch wo wir darauf warten, dass tierarzt aufsperrt. dann wird mir heute gezeigt, wie ich dem hund ne infusion anleg damit wir mal das scheisszeugs aus ihm rauskriegen und schauen können, ob sich die nieren stabilisieren.

ich hab keine ahnung, ob ich das gebacken bekomm, dem hund ne nadel reinzustechen… naja mal schauen. noch bin ich guter dinge, ich hab da so ne ahnung, was den scheiss ausgelöst haben könnte.

ach ja, gute nachricht gibts auch: laut doc ist das rechte auge sehtechnisch wieder einigermassen da. links ist nach wie vor weg aber rechts dürfte der kollege wieder was sehen…

also nochmals bitte daumen halten, dass wir das im sinne des hundes erledigt bekommen… wie auch immer das ergebnis dann aussehen wird. ich will jetzt kein mensch sein, der ihn durch das leiden zieht nur um egoistischerweise noch ein paar streicheleinheiten durchziehen zu können ich will ihn jetzt aber auch nicht wegen einer reparablen entzündung einschläfern lassen. ist halt immer so ne gratwanderung. als nicht tierarzt ist das immer etwas schwer zu entscheiden.

in diesem sinne:

danke für alles..

 

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