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Vorstellung Land Rover Defender P 400e PHEV

Flüsternd durchs Unterholz

Wenn beim Land Rover Defender von Bordelektrik geredet wurde, waren Jahrzehnte lang Scheinwerfer, Innenbeleuchtung oder Anlasser gemeint. Jetzt geht es elektrisch auch die steile Schotterpiste hinauf. Die Offroad-Ikone ist zum „Pihef“ geworden. Die englische Aussprache des Kürzels PHEV öffnet ein neues Kapitel in der Geschichte des britischen Geländewagens.

Die neue Bordelektrik besteht unter anderem aus einer Permanentmagnet-Synchronmaschine von 105 Kilowatt Leistung, die einerseits einen Vier-Zylinder-Verbrennungsmotor unterstützt, andererseits den Wagen aber auch allein und lokal emissionsfrei per Allradantrieb durch unwegsames Gelände bugsieren kann. Der zweite Teil des Antriebssystems kommt aus der Ingenium-Motorreihe, hat zwei Liter Hubraum und leistet dank Turbo-Aufladung 300 PS. Daraus errechnet der Hersteller eine Systemleistung von 404 PS und 640 Newtonmetern Drehmoment. Damit wird die Durchzugskraft des verstromten Defenders nur noch von der Version mit 3,0-Liter-Diesel übertroffen und macht ihn zum zweitstärksten Spurter: Nach nur 5,6 Sekunden soll aus dem Stand die 100 km/h-Marke erreicht sein. Dass der Offroader mit diesen Voraussetzungen auf der Autobahn auch die 200 km/h knackt, ist keine Überraschung, allerdings müssen laut Hersteller dafür 22-Zoll-Alufelgen und Allwetterreifen montiert sein.

Ob es Natur- und Umweltschützer wohl versöhnlich stimmt, wenn ein Geländewagen künftig ohne Auspuffgase durchs Unterholz rumpelt? Das muss sich erst noch erweisen. Doch, dass es sehr bald für Forstleute oder Waidwerker möglich ist, abgasfrei ihre Wirkungsstätte aufzusuchen, das führt der „Pihef“-Defender eindrucksvoll vor: Er kraxelt sogar im reinen Elektrobetrieb extreme Steigungen hinauf und soll unter günstigen Umständen bis zu 43 Kilometer lokal emissionsfrei unterwegs sein.

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