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Welcher Hersteller hat die meisten Rückrufe? Eine Automarke glänzt im Vergleich

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  • Mit Abstand am wenigsten Rückrufe hatten Jaguar-Land Rover, Volvo, Nissan und der Tesla.

Der Rückruf von Autos scheint keine Ausnahme mehr zu sein, sondern viel eher die Norm zu werden. In den USA wurden zwischen 2011 und 2020 einer Studie zufolge mehr als 330 Millionen Fahrzeuge nach Auslieferung vom Hersteller zurück in die Werkstatt gepfiffen. Unrühmlicher Spitzenreiter ist Honda mit einer Rückrufquote von 332 Prozent, während man Teslas nur vereinzelt in den Statistiken findet.

Ob Airbags, die ungefragt auslösen, Bremslichter, die machen, was sie wollen oder schadhafte Getriebe – weltweit werden immer mehr Autos von den Herstellern zurückgerufen. In vielen Fällen sind die Rückrufe wegen eklatanter Sicherheitsmängel behördlich angeordnet. In letzter Zeit gesellen sich aber auch immer mehr Software-Fehler dazu.

Prof. Dr. Stefan Bratzel, Direktor und Gründer des Forschungsinstituts Center of Automotive Management (CAM), hat in einer vor wenigen Tagen veröffentlichen Studie Zahlen zum US-Automarkt vorgelegt und die lassen alles andere als eine Trendwende erkennen: fast 49 Millionen Rückrufe im Jahr 2020 und ersten Halbjahr 2021 – das ist eine Rückrufquote von 208 bzw. 227 Prozent gemessen an den Neuzulassungen.

Gleichteile erhöhen das Risiko großer Rückrufaktionen

Vor allem die marken- und modellübergreifende Nutzung gleicher Plattformen und Bauteile sei schuld am erhöhten Risiko großer Rückrufaktionen, so der Auto-Experte. Ein spät entdeckter Fehler in einem Bauteil, das in  Autos verschiedener Hersteller und Modelle verbaut sei, könne schnell zu millionenfachen Fahrzeugrückrufen führen. Seit 2014 haben beispielsweise fehlerhafte Airbags vom japanischen Hersteller Takata weltweit für mehr als 40 Millionen Rückrufe etlicher Marken und Modelle gesorgt. 

Ein hoher Kostendruck, immer kürzere Entwicklungszeiten und vor allem die steigende Komplexität der Fahrzeuge sorgen immer öfter für Qualitätsprobleme. Mit neuen Fahrzeugtypen wie den E- oder Hybridautos kommen auch neue Probleme. „Insgesamt ist bereits abzusehen, dass Probleme rund um das Batteriesystem sowie Softwareprobleme erheblich zunehmen werden“, so Bratzel.

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Source
efahrer.chip
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